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Ferdinand
Andergassen
Verfasser:
Dr. Helmut Sonderegger
Erschienen in "Vorarlberg Singt" Nr. 4/2002
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Ferdinand
Andergassen, geboren 1892 in Feldkirch, studierte von 1910 bis
1912 in Wien Klavier, Orgel und Musiktheorie. Von 1912
bis 1957 war er Organist der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus
als Nachfolger von Wunibald Briem. Als Musiklehrer war er an der
Stella Matutina, an der Lehrerbildungsanstalt und an der Städtischen
Musikschule tätig. Fernab von den musikalischen Zentren machte er
sich mit Hilfe des Radios bekannt mit allen Strömungen der
neueren Musik. Er beschreibt seinen Entwicklungsgang als Komponist
so: „Wie meine ganze Generation von der Romantik ausgehend, habe
ich mich stets für die großen Strömungen in der neuen Musik
sehr interessiert und suchte zu einem gemäßigten modernen Stil
zu kommen, der den Ausgangspunkt nicht verleugnet und dabei den
Einflüssen der Moderne nicht aus dem Weg ging, soweit sie meinem
Wesen entsprachen“ (1955).
1964 kam Andergassen durch einen tragischen Autounfall ums Leben.
Sein umfangreiches Schaffen weist 150 Opuszahlen auf, wobei
beinahe alle Sparten der Musik vertreten sind. Sein gesamtes Werk
ist im Musikarchiv der Stadtbibliothek Feldkirch aufbewahrt. Dr.
Erich Schneider hat in zwei großen und vielen kleineren
Publikationen das Leben und das Werk Ferdinand Andergassens
ausführlich beschrieben und gewürdigt. Leider sind nur wenige
Chorwerke in einer auch heute noch gut lesbaren Form verfügbar.
Sie sind durch ein „dr“ nach der Opuszahl vermerkt. Bei
entsprechendem Interesse wird es aber möglich sein, nach und nach
seine Werke in moderner Computerfassung einem breiteren
Benutzerkreis zugänglich zu machen.
Zu näheren Informationen sei auf die beiden wichtigsten
Publikationen von Schneider verwiesen:
Erich Schneider: Ferdinand Andergassen. Leben und Werk eines
Komponisten.
Sonderdruck aus „Montfort“ Heft 1/1967
Erich Schneider: Ferdinand Andergassen, in: Vorarlberger
Komponisten. Von Bürk Mangolt bis Ferdinand Andergassen.
Schriftenreihe zur Vorarlberger Landeskunde Band 10, Dornbirn
1973,
S. 165-229.
Die folgende komplette Auflistung seiner Chorwerke möchte den
Zugang zu einem der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts
in Vorarlberg erleichtern. Die Möglichkeit zur Einsicht in seine
Werke bietet die Stadtbibliothek Feldkirch im Palais
Liechtenstein. Anfragen sind unter
05522 / 7304 - 1162 oder E-Mail bibliothek@feldkirch.at
möglich.
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Werkverzeichnis
Werkliste
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