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Maria
Fussenegger wurde am 10. Juli 1923 in Feldkirch geboren.
Maria
besuchte in Dornbirn den Orgelkurs von Professor Franz Offermanns,
gleichzeitig war sie Sekretärin im Seelsorgeamt bei Dr. Fasching.
Er vermittelte ihr 1940 das Kirchenmusikstudium in Regensburg, wo
sie 1943 die Reifeprüfung ablegte.
Bis 1946 bekleidete sie die
Chor- und Organistenstelle mit Musikunterricht in Abensberg in
Niederbayern. Dann übernahm sie die Leitung des Kirchenchores der
Erlöserkirche in Lustenau, baute gleichzeitig die
Choralknabenschola zum „Rheindorfer Kinderchor“ aus, wirkte
als Klavierlehrerin in Dornbirn und gründete 1951 die
„Lustenauer Dorfschwalben“. Im gleichen Jahr heiratete sie den
Fabrikanten Rudolf Bösch.
Maria Bösch-Fussenegger erweiterte 1954 den Rheindorfer
Kinderchor zum „Cäcilienkinderchor“. 1969 gründete sie den
Kinderchor von Studio Vorarlberg. Seit 1973 war Maria Bösch-Fussenegger
viele Jahre hindurch Lehrerin für Gesangs- und
Elementarsingklassen an der Rheintalischen Musikschule. Als
gesuchte Stimmbildungslehrerin wirkte sie von 1976 bis 1979 auch
an der Musikhaupt- und Musikvolksschule Bregenz, anschließend war
sie bis 1987 sehr erfolgreich an der Musikhauptschule Götzis tätig.
Maria Bösch-Fussenegger hat sich durch ihre vielseitigen Tätigkeiten
große Verdienste vor allem um die Förderung und Erhaltung des
Volksliedes erworben, die Pflege der Mundart lag ihr dabei
besonders am Herzen. Ihre Konzerte und Rundfunkaufnahmen fanden im
Inland und im benachbarten Ausland begeisterte Aufnahme.
Abgesehen
von zahlreichen Liedbearbeitungen hat Maria Bösch-Fussenegger
auch eine Reihe eigener Kompositionen geschaffen, Texte von Hannes
Grabher, Sieglinde Fitz-Grabher, Otto Wund, Otto Borger, Heinz
Bitschnau, Rudolf Ilg sowie eigene Gedichte vertont. Sie
komponierte eine Deutsche Messe, gestaltete liturgische Texte
musikalisch und schuf eine Kindermesse nach Werner Fitz. In ihrem
Werk finden sich neue Lieder für die Kleinsten – zum Teil
erweitert durch Begleitvorschläge für Orff’sches
Instrumentarium - und für die Jugend.
Kein Wunder, dass ihr Wirken die entsprechende öffentliche
Anerkennung fand: Der Vorarlberger Sängerbund verlieh ihr seine höchste
Auszeichnung, die Rudolf von Ems-Verdienstmedaille, und vom Land
Vorarlberg erhielt Frau Bösch-Fussenegger die Ehrengabe für
Kunst und Wissenschaft.
Am 7. August 2005 schloss sich der Lebenskreis der hervorragenden
Musikerin, die in so vielen Menschen die Freude an der Musik –
insbesondere am Singen – geweckt und gepflegt hat.
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