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Georg
Hering-Marsal, geboren am 13. Jänner 1909 in Dresden, entstammt
einer alteingesessenen Kaufmannsfamilie. Nach dem Besuch der
Orchesterschule der Städtischen Staatskapelle in Dresden nahm er
Unterricht in den Fächern Klavier, Violine und Komposition. Im
Jahre 1934 wanderte er nach Brasilien aus, wo er in Konzert- und
Kompositionsabenden als Musiker und Dirigent tätig war. Wegen
eines schweren Autounfalls begab er sich zur Spezialbehandlung
nach Europa und geriet dadurch in die Wirren des Zweiten
Weltkrieges. 1944 kam er nach Vorarlberg. Ab 1945 Mitarbeiter von
Studio Vorarlberg. Er leitete eine Reihe von Chören. An der Städtischen
Musikschule in Dornbirn war er als Klavierlehrer tätig. Am
11.3.1974 in Schruns gestorben.
Sein
Wirken wurde durch Auszeichnungen gewürdigt:
1932 Sieger im Kompositionswettbewerb „Ein deutscher Johann
Strauß wird gesucht“
1964 Ehrenplakette des Österreichischen Rundfunks für besondere
Verdienste
1968 Rudolf-von-Ems-Medaille des Vorarlberger Sängerbundes
„Georg
Hering-Marsal ist als Komponist der Romantik verhaftet, einer
musikalischen Epoche, die unwiederbringlich dahin ist. Dies stellt
ihn außerhalb der Strömungen der zeitgenössischen oder zeitgemäßen
Musik. Er schöpft aus dem großen Erbe der Vergangenheit, die für
ihn keine Belastung, sondern Quell und Ansporn zu eigenem Schaffen
ist.“ (Aldo Kremmel)
Neben
einem großen Orchesterwerk „Impressionen aus dem Leben
Christi“ (1951) schrieb Hering-Marsal Kammermusik für
verschiedene Besetzungen mit und ohne Klavier. Den größten Teil
seiner Werke aber widmete er der Vokalmusik: über 200 Lieder mit
Klavierbegleitung oder mit anderen Instrumenten, an die 100 Werke
für Chor und Bearbeitungen von Werken anderer Komponisten für
Chor mit und ohne Instrumente. Dabei sind bemerkenswert die
Vertonungen von Texten Vorarlberger Autoren, im Besonderen
Gedichte von Hannes Grabher. Seine Werke werden im Stadtarchiv
Dornbirn aufbewahrt.
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